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Road-Trips, Unterwegs

Roadtrip #1 oder, wie überführe ich einen StreetScooter

Einen StreeScooter zu kaufen ist die eine Sache, ihn nach Hause zu bekommen eine Andere. Wir fanden den Wagen unserer Träume in einer Stadt südlich von Leipzig. Das gute Stück stand hier wohl schon fast ein Jahr auf dem Hof herum, da es keinen Interessenten gab. Das herumstehen tut der Batterie nichts Böses, nur die 12V-Batterie (hier ein zusätzlicher Bericht zu dieser Thematik: LINK) verhielt sich etwas zickig. Dazu kamen Standplatten auf beiden vorderen Reifen. Fährt sich, als hätten man eine Unwucht. Sonst schnurrte der StreetScooter zügig los und eroberte unsere Herzen sofort.


Update 10/21:

Thema Standplatten. Wir hatten uns schon mit dem Gedanken abgefunden, dass wir einen Satz neuer Reifen bestellen müssten. War nicht notwendig, die Räder erfuhren eine Art Selbstheilung, ganz ehrlich, die Platten verschwanden nach einiger Zeit. Wir fahren weiter mit den Original-Schluppen und nichts erinnert an das rumgerzittere zu Beginn!


Wir entschieden uns zum Kauf uns vereinbarten einen Abholt-Termin. Nun befinden wir uns immer noch in einer Pandemie-Situation, was bedeutet, schnell mal zum KBA (Kraftfahrt-Bundesamt, das habe ich hoffentlich korrekt wiedergegeben, dieses Amt heißt doch so?) zu flitzen und Kurzzeitkennzeichen zu besorgen geht gar nicht. Nur nach Terminvergabe. Das ist online möglich und so recherchierten wir alle Dienststellen, die irgendwie in der Nähe (i.w.S.) lagen oder auf dem Weg Richtung Leipzig, etc. Nix! Keine Termine in unserem Wunschzeitraum, nichts. Also: Plan B, den Verkäufer fragen in wie weit er bereit wäre seine Händler-Kennzeichen für zwei Tage herzugeben (das ist nicht der super-korrekte Weg, aber…).

Zu guter Letzt sind wir mit roten Kennzeichen gen Heimat geschaukelt und alles war gut.

Die Reichweite wird mit 158 km (kombiniert, nach WLTP) angegeben. Da lagen wir drüber. Erstens möchte ich uns zuschreiben, wir haben etwas Erfahrung wie ein Elektro-Auto energiesparend zu fahren ist. Dann sind wir ausschließlich Landstraße gefahren und das mit max. 70 km/h. Nette Gegend gesehen, hat Spaß gemacht, der StreetScooter ist definitiv kein Autobahn-Auto, aber das haben wir gewußt. StreetScooter fahren hat eben etwas mit Entschleunigung zu tun.


Start 9:30 Uhr südlich von Leipzig:

Länge des Trip 244 km

Station in Naundorf, um erst mal Frühstüch zu besorgen (10:52 Uhr):


Stopp in Brandis zum Störche gucken um 11:14 Uhr:


Jüterbog, Ankunft an EDEKA-Ladesäule um 14:03 Uhr:

Zum Thema „Lade-Challenge“ gibt es hier mehr zu lesen.


Laden im Schneckentempo, da wir Schuko nutzen musste. CEE ließ sich nicht starten. Das haben wir uns eine Weile angeschaut und dann die Entscheidung getroffen weiter zu fahren. Der liebste Cousin mit Familie, Grundstück und Strom wohnt nicht sehr weit entfernt. Die Ladung sollte noch bis dorthin reichen und so machten wir uns los.


Ankunft… gegen dreiviertel vier
Strom im Grünen, dazu ein kühles Bier, damit muss es gar nicht so schnell gehen mit dem Laden…

Wir pumpten den Akku bis 43% voll, es war schon dunkel, als wir losfuhren. 88 km bis zu Hause, das Display zeigte 6% Rest-Ladung an, als wir ankamen.

Ich denke ich kann sagen, dass wir mit der Reichweite gut zurechtkommen werden. Und den WLTP-Wert toppe ich auch!


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